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Ehrenamtskreis im Sebastian Fackelmann Haus der Caritas in Hersbruck geehrt
Erzbischof würdigte Engagement kirchlicher Gruppen
Erzbischof Dr. Ludwig Schick ehrte kirchliche Gruppen Ehrenamtlicher, darunter auch eine aus dem Bereich der Caritas.

„Wir müssen die Menschen froh machen.“ Mit diesen Worten der Heiligen Elisabeth leitete am 8. Juli Anne Kurlemann von der Stiftung Ehrenamt die Ehrung der Ehrenamtlichen in Bamberg ein. Eine Reihe an geladenen Gästen und Vertreter aller ausgezeichneten Gruppen hatten sich im Festsaal des Bistumshaus St. Otto versammelt. Begrüßt wurden sie durch den Kinder- und Jugendchor der Pfarrei St. Jakobus Thurndorf, der auch die weitere Veranstaltung musikalisch untermalte.

Seit 2001 sucht das Team der Stiftung Ehrenamt aus Einreichungen und Vorschlägen Ehrenamtsgruppen aus der Erzdiözese Bamberg aus, die im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt werden. Auch in diesem Jahr bekamen 19 Gruppen einen Scheck durch Erzbischof Ludwig Schick überreicht, um sich selbst etwas Gutes zu tun, wie ausdrücklich hervorgehoben wurde. Bewusst wolle man Gruppen und nicht einzelne Ehrenamtliche auszeichnen, denn Kirche sei eine Gemeinschaft von kleineren Gemeinschaften, wie der Erzbischof hervorhob. Und diese kleineren Gemeinschaften seien die Ehrenamtsgruppen, denn durch sie lebe die Kirche. Es wurde allen ein großer Dank für ihr zum Teil langjähriges Engagement ausgesprochen.

Zu den Geehrten gehörte auch der Ehrenamtskreis im Sebastian Fackelmann Haus in Hersbruck. 2009 war diese Einrichtung der Caritas Nürnberger Land mit finanzieller Hilfe durch die Elfriede und Sebastian Fackelmann Stiftung entstanden: ein Haus, in dem Integration und Inklusion gelebt wird.

Zusammen mit der Projektkoordinatorin entwickeln Ehrenamtliche – vertreten sind Menschen allen Alters, mit und ohne Handicap, Menschen mit Migrationshintergrund – sowohl regelmäßige Angebote wie Einzelveranstaltungen. Dazu gehören das zweimal in der Woche geöffnete Bürgercafé, gemeinsamer Mittagstisch, Grüne Runde, Improvisationstanz für Frauen aller Kulturen, Johannes Club (Seniorenkreis), Mal- und Zeichentreff, Papierwerkstatt, Stricktreff, Busausflüge, Musik zur Cafézeit, Faschingstrubel, Grillfeste, Tag der offenen Tür, Adventskranz binden, Plätzchen backen, Heiligabend gemeinsam statt einsam. Regelmäßig treffen sich die Ehrenamtlichen zum gemeinsamen Austausch, Fortbildung, Schulung und geselligem Miteinander. Die Projektkoordinatorin entlastet die Arbeit der Ehrenamtlichen.

Neben den speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten der Ehrenamtlichen zeichnet die Gruppe ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Empathie aus. Sie sind für viele Besucherinnen und Besucher (das Sebastian Fackelmann Haus verzeichnete im Jahr 2015 insgesamt bei allen Angeboten 4.500 Besuche) zu vertrauensvollen, verlässlichen Ansprechpartnerinnen und –partnern geworden, haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Gäste, achten auf Besucher, die z. B. durch Krankheit fehlen, und engagieren sich auch im Privaten durch weiter reichende Kontakte.

"Im Sebastian Fackelmann Haus wird Inklusion gelebt", hieß es in der Laudatio. "Das ist der große Verdienst der Ehrenamtlichen. Mit viel Herzblut und Offenheit schaffen sie eine Atmosphäre eines Willkommen-Seins für Alle, gerade auch für Besucherinnen und Besucher, die durch Behinderungen oder ihre Herkunft belastet sind. Sie schaffen einen Rahmen, der Inklusion erfahrbar macht, Unterschiede keine Rolle spielen und Angenommen-Sein zum Wohlbefinden und inneren Stabilität beiträgt."

Datum: 16.07.2016
Lydia Schwarz
Weiterführende Links:
Sebastian Fackelmann Haus im Internet