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Freiwillige sind hoch zufrieden
FSJ und BFD: Im Erzbistum Bamberg bewerten die jungen Menschen ihren Freiwilligendienst überdurchschnittlich positiv

Freiwillige, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) über einen katholischen Träger ableisten, sind mit diesem Dienst in hohem Maße zufrieden. Dies hat die jährliche Befragung der Freiwilligen im katholischen Bereich festgestellt. Im Erzbistum Bamberg liegen die Zustimmungswerte sogar oft über dem Bundesdurchschnitt.

So stimmen die Freiwilligen in hohem Maße der Frage zu, ob sie durch ihren Dienst Eigenschaften und Fähigkeiten wie Selbständigkeit, Selbstbewusstsein, Offenheit und Toleranz, Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen oder Kommunikationsfähigkeit festigen konnten.

Bei der Entscheidung für einen Freiwilligendienst spielt gerade im Erzbistum Bamberg die soziale Motivation eine entscheidende Rolle. „Ich wollte mich sozial engagieren/anderen Menschen helfen“, sagen 51 % der FSJ-Leistenden (bundesweit 44 %). Auffällig viele FSJ-Leistende engagieren sich auch außerhalb ihres Dienstes im sozialen Bereich (12 % gegenüber bundesweit 7 %). „Ich wollte prüfen, ob ich für einen sozialen Beruf geeignet bin“, geben im FSJ 47 % und im BFD 43 % an (bundesweit 35% bzw. 31 %). Die Orientierung für die Berufswahl spielt dementsprechend eine beherrschende Rolle. „Für die jungen Menschen sind die Erfahrungen im Freiwilligendienst bedeutende Schritte für ihren weiteren Lebensweg“, sagt Barbara Borschert, Referentin für FSJ und BFD beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg.

Sehr hoch ist daher auch die Quote der Freiwilligen, die sich nach ihrem Dienst in diesem Einsatzbereich weiter ehrenamtlich einbringen (28,7 %; bundesweit 19,4 %), einen Ferien- oder Nebenjob übernehmen (25,2 %; bundesweit 18,2 %) oder eine Berufsausbildung bzw. ein berufsbegleitendes Studium beginnen (34 %; bundesweit 38,5 %). Dazu Barbara Borschert: „Die Teilnahme an einem Freiwilligendienst ermöglicht den Engagierten Einblicke in die vielfältigen Felder sozialer Arbeit. Der Anteil der Freiwilligen, die durch ihren Freiwilligendienst den sozialen und gemeinwohlorientierten Bereich als späteres Berufsfeld entdecken, ist signifikant hoch.“

Entscheidend für die hohe Zufriedenheit der Freiwilligen gerade im Erzbistum Bamberg ist die gute Begleitung durch die Träger – den Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Bamberg. „Die durch den Träger angebotene Einsatzstelle entsprach meinen Vorstellungen“, bestätigen 36,7 % der FSJ- und 35,7 % der BFD-Leistenden (bundesweit 26 % bzw. 27,8 %). Fast 44 % im FSJ und 35,7 % im BFD sagen, dass das Bewerbungsverfahren maßgeblich durch den Träger begleitet wurde. Ausnahmslos alle Freiwilligen wurden während ihres Dienstes von einem Mitarbeiter von BDKJ oder Diözesan-Caritasverband mindestens einmal an ihrer Einsatzstelle besucht. Im Bundesdurchschnitt tun dies die Träger nur bei 70 % aller FSJ-Leistenden und gerade mal bei 57 % der BFDler. Fast alle Befragten äußern sich denn auch zufrieden mit der intensiven Begleitung.

Es verwundert daher nicht, dass im Erzbistum Bamberg viele Freiwillige durch die Empfehlung früherer Freiwilliger zu ihrem Dienst angeregt wurden. Für 45 % beim FSJ und für 46,4 % beim BFD waren die Informationen der Ehemaligen eine wichtige Entscheidungshilfe (bundesweit nur bei 23 % bzw. 22,5 %).

Barbara Borschert sieht diese Ergebnisse als Ansporn: „Unsere Aufgabe ist es, weiter auf die hohe Qualität in der Begleitung der Freiwilligen zu achten. Qualität spricht sich herum und Engagement zieht weiteres Engagement nach sich.“

2014/15 leisteten im Erzbistum Bamberg 35 Personen einen BFD und 58 Freiwillige ein FSJ. Die übergroße Mehrheit ist zwischen 18 und 21 Jahre alt. Meist ging dem Dienst der Schulbesuch voran; rund zwei Drittel der Freiwilligen hat das Abitur.

Einsatzstellen waren Pflegeheime, ambulante Dienste, Krankenhäuser, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch Schulen und Bildungshäuser. Die Einsatzstellen verteilen sich auf ganz Oberfranken und weite Teile Mittelfrankens – von Hof bis Nürnberg, von Ansbach bis Bayreuth. Die Einsatzstellenbefragung 2016 hat ergeben, dass fast ein Drittel der Einrichtungen, die im Erzbistum Bamberg Stellen für einen Freiwilligendienst anbieten, dies schon seit über 10 Jahren tun und den Trägern Caritas und BDKJ treu geblieben sind.

Einzelne FSJ- und BFD-Plätze für den Jahrgang 2016/2017 sind noch zu besetzen. Interessenten wenden sich bitte an:

BDKJ-Diözesanverband Bamberg, Kleberstr. 28, 96047 Bamberg, Tel. 0951 86 88 28, www.bdkj-bamberg.de

Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, Obere Königstr. 4 b, 96052 Bamberg, Tel. 0951 86 04-435 (Barbara Borschert),

www.caritas-bamberg.de/angebote/fuer_ehrenamtliche/fsj.html

Datum: 26.07.2016
Klaus-Stefan Krieger
Weiterführende Links:
Infos über FSJ und BFD sowie Liste der Einsatzstellen