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Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit geehrt
Forchheimer Landrat und Koodinierungsstelle der Caritas luden ein
Bevor die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe zu einem Imbiss eingeladen wurden, trug der „Weltgebetschor“ aus Ebermannstadt Lieder aus verschiedenen Erdteilen vor. Links Alfons Galster, stv. Vorsitzender des Kreis-Caritasverbandes Forchheim, rechts Landrat Dr. Hermann Ulm.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 19. Januar luden der Landrat Dr. Hermann Ulm und die Koordinationsstelle für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit des Caritasverbandes zu einem Empfang ein. Über 50 Ehrenamtliche aus verschiedenen Initiativen im Landkreis Forchheim kamen, um zunächst in einem ökumenischen Dankgottesdienst in der Kirche Verklärung Christi in Forchheim sowie am anschließenden Empfang in Pfarrheim teilzunehmen.

Der ökumenische Gottesdienst griff das Flüchtlingsthema unter dem Motto „Die Bibel – ein Flüchtlingsroman“ auf. Pfarrer Enno Weidt betonte, dass das Alte Testament regelrecht durchzogen sei von einem Doppelgebot der Flüchtlingsliebe: Immer wieder schärfe Gott ein: die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken! Und gleichzeitig werde die Not der einen gegen das Elend der anderen nicht ausgespielt, indem Witwen und Waisen – den Hartz-IV-Empfängern der Antike - genauso geholfen werden solle wie den Flüchtlingen.

Landrat Dr. Hermann Ulm begrüßte die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe im Landkreis Forchheim und dankte ihnen im Namen aller Mitarbeiter/innen des Landratsamtes, dass sie sich in so großer Zahl aus Überzeugung um die verschiedenen Probleme unserer Flüchtlinge im Landkreis kümmern. Ohne sie, so Dr. Ulm, stünde die staatliche Verwaltungsbehörde vor einer Hürde, die mit den zugewiesenen Mitteln nicht zu überwinden sei. Ulm ging auf die letzten Monate und vor allem auf die Ereignisse von Köln ein. Nach wie vor gelte für ihn die klare Aussage, den zu uns Kommenden zu helfen und ihnen das zu bieten, weshalb sie kommen: zunächst Sicherheit und Unterkunft, und mittelfristig, wenn Bleibeperspektiven bestehen, auch eine Lebensperspektive inmitten der Gesellschaft.

Diesen Gedanken des Landrates schloss sich auch Alfons Galster, 2. Vorsitzender des Caritasverbandes für den Landkreis Forchheim e.V., als Trägervertreter der Koordinationsstelle für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe im Landkreis Forchheim an. Alfons Galster verwies auf die Botschaft vom Papst Franziskus anlässlich des Welttags der Migranten und Flüchtlinge im Jahr 2016. "Migranten und Flüchtlinge sind eine Herausforderung. Vertriebene und Menschen auf der Flucht aus ihren Heimatländern fragen Einzelne und Gesellschaften an, werden dabei zur Herausforderung für die traditionelle Lebensweise und bringen zuweilen den kulturellen und sozialen Horizont, den sie vorfinden, durcheinander." Für die aufnehmende Gesellschaft bedeute das, sich zu fragen, wie die Wertevermittlung und Integration gestaltet werden könne.

Datum: 26.01.2016
Autor: Alexandra Montag
Weiterführende Links:
Homepage des Caritasverbandes Forchheim
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