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Besuche bei Kranken und Gefangenen
Wallfahrtsbasilika Marienweiher
Weit öffnet Jörg Schmidt die "Pforte der Barmherzigkeit" der Basilika Marienweiher. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm hat der Leiter des Pilgerbüros zum Heiligen Jahr zusammengestellt.

Ausführliche Informationen und Gespräche mit denen, die Barmherzigkeit üben, aber auch mit Menschen, die sie erfahren – das bietet heuer das Pilgerbüro Marienweiher. Anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen „Heiligen Jahres der Barmherzigkeit“ führen die Bildungsveranstaltungen unter anderem ins Krankenhaus, zur Bahnhofsmission, ins Gefängnis, zu einem Bestatter.

Sichtbares Zeichen des Heiligen Jahres ist die geschmückte „Pforte der Barmherzigkeit“. Dafür wurde der Eingang gegenüber dem Hauptportal der Wallfahrtsbasilika gewählt, weil er üblicherweise verschlossen ist, erläutert Jörg Schmidt, Leiter des Pilgerbüros. Unmittelbar nach der päpstlichen Erklärung, auch Kathedralen und weitere bedeutende Gotteshäuser sollten solche Pforten bestimmen, habe man sich beim Ordinariat in Bamberg darum beworben und die Erlaubnis zum dritten Advent 2015 erhalten.

Diese Pforte werde von vielen Menschen bewusst frequentiert, hebt Schmidt hervor. Es gebe auch Anfragen zum Ablass. Besonders bewegend war der Besuch eines schwerkranken Senioren, der die Pforte durchschritt und anschließend die Beichte ablegte. Nach seinem Ableben teilte die Familie mit, dass er sichtlich ruhig verschieden sei. Die Pforte bleibt noch bis Christkönig geöffnet.

Grundlage für die Bildungsveranstaltungen, die Jörg Schmidt geplant und organisiert hat, sind die sieben Werke der Barmherzigkeit. Dabei sollen die Teilnehmer sowohl mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, als auch mit Menschen, für die gesorgt wird. Besucht werden Institutionen mit christlichem Hintergrund, bei einigen sind Ehrenamtliche sind Hauptstützen.

So geht es am 13. Juni nach Hof zur Bahnhofsmission, am 14. Juli ins Klinikum Kulmbach. Thema dort ist die Ausbildung für den ehrenamtlichen Besuchsdienst. Am 16. September gibt es ein Treffen mit der Seelsorge der Justizvollzugsanstalt Bamberg und eventuell ein Gespräch mit Gefangenen. Dann geht es zum Bestattungsinstitut Pietät Freudensprung in der Domstadt. Schmidt gibt zu bedenken: „Deren Berufsbild hat sich völlig verändert. Früher kümmerte sich der Bestatter nur um das Organisatorische. Alles andere war Sache des Pfarrers. Heute haben die Hinterbliebenen oft besondere Wünsche. Der Bestatter muss alles anbieten, vom katholischen Requiem bis zum pompösen Festakt. All diese Begehren zu respektieren, ist auch ein Zeichen von Barmherzigkeit.“

Für das Werk „Obdachlose beherbergen“ hat Schmidt Kontakt zum Verein „Kulmbach ist bunt“, der Asylsuchende unterstützt. Ein Termin für den Besuch in einer Unterkunft steht noch nicht fest. Informiert haben sich die Marienweiherer bereits im Sinne des Werkes „Hungrige speisen“ bei der Kulmbacher Tafel. Schlussfolgerung für Jorg Schmidt: „Ganz klar, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, wenn man bedenkt, dass dort in zwei Stunden 300 Menschen vorbeikommen, für die selbst die Waren in einem Supermarkt zu teuer sind.“

Im Zeichen des Jahres der Barmherzigkeit soll auch die Wanderung am Jugendsonntag, 19. Juni, stehen. Eine eher spirituelle Wanderung durch die Basilika im Kerzenschein nach Sonnenuntergang bietet Marienweiher am 8. September..

Eingeladen sind natürlich nicht nur die Bürger von Marienweiher, sondern alle Interessierten. Der entsprechende Flyer liegt nicht nur im ganzen Dekanat, sondern auch in Rathäusern und Geschäften auf, sowie in den Orten, die der Frankenwaldgemeinde durch Wallfahrt verbunden sind. Immerhin werden jährlich bis zu 6.000 Pilger gezählt. Dazu noch einige Tausend Menschen, die per Bus zum Gnadenbild kommen. Jörg Schmidt ist zuversichtlich, denn Konzerte und Andachten seien gut besucht. Und so hofft er, dass es auch viele Menschen gibt, die sich durch Teilnahme an den Veranstaltungen zum „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ aufrütteln lassen.

 

Datum: 02.05.2016
Autor: Michael Anger
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